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Kirche vor dem Einsturz

Innenraum vor dem Einsturz


Die Baugeschichte der Barkower Kirche


Zur Baugeschichte der Kirche gibt es folgende Angaben:

1274

Barkow erstmals erwähnt

1320

Erwähnung einer Kirche, ein Vorgängerbau

14. Jh.

erster Glockenguß, Holzturm

15. Jh.

gotische Figuren, Johannes und Maria mit dem Kind, die später einem Predigerstuhl entnommen wurden und jetzt zur Kirchenausstattung gehören

1434

Erneuerung des vermutlich durch Brand zerstörten Dachstuhles

1.H. 17. Jh.

Einbau der Kanzel

1636

Überfall durch die "Kayserlichen Svwadron Traguner", Plünderung des Dorfes und der Kirche

1782

Bau des Pfarrhauses

1785

eine zweite größere Glocke wurde in Rostock gegossen, im 1. Weltkrieg eingeschmolzen

1786

Erneuerung des Turmes als Fachwerkbau

1828

Renovierungsarbeiten, belegt durch Jahreszahlen in Deckenbalken

19. Jh.

neogotisches Gestühl

1853

neuer Altaraufsatz von Gaston Lente (1805-1860)

1887

Einbau Friese III Orgel, erbaut von Fr. Friese, dem Hoforgelbauer aus Schwerin

1952

Renovierungsarbeiten, belegt durch Jahreszahlen in Deckenbalken

1968

Überholung der Orgel durch Mecklenburger Orgelfirma Nußbücker

1995

Abbruch der Außentreppe neben der Sakristei, Die Außentreppe führte zur ehemaligen Gutsherrenempore

3.4.2004

Einsturz des Dachstuhls

Okt. 2005

Beginn des Wiederaufbaus

15.12.2005

Richtfest



Die Kirche von Barkow [Berchowe ="Ort des Berka"] wird urkundlich 1320 erstmals erwähnt. Im Laufe der Jahrhunderte hat sie zahlreiche Veränderungen erfahren. In dem einzigen Spitzbogenfenster an der Ostwand hinter dem Altar sind noch Spuren des früheren Rundbogens zu erkennen. Alle sonstigen Fenster sind viereckig und stammen aus späterer Zeit. In der Südwand ist ein schlichtes Portal mit Stichbogenschluss zu sehen. Vermutlich im 15. Jahrhundert musste das Feldsteinmauerwerk mittels Strebepfeilern abgestützt werden. Der verzierte Ostgiebel mit seinen Blenden aus Ziegelmauerwerk dürfte ebenfalls aus dieser Zeit stammen. Die ursprünglich kleinere, im Grundriss viereckige einfache Feldsteinkirche wurde im 17. Jahrhundert nach Westen durch einen Fachwerkanbau erweitert. Der ehemalige Bretterturm im Westen des Gebäudes ist 1786 durch einen Fachwerkziegelbau mit einem vierseitigen Pyramidendach ersetzt worden. Damals war in Rostock die 2. Glocke mit einem Durchmesser von 1,08 m gegossen worden. Sie wurde allerdings im 1. Weltkrieg für Rüstungszwecke eingeschmolzen - wie 130 000 andere Glocken in beiden Weltkriegen.

Eine Besonderheit der Barkower Kirche ist die aus dem Beginn des 14. Jahrhunderts stammende Glocke. Die Bronzeglocke hat einen Durchmesser von 1,00 m, keine genaue Jahreszahl, jedoch einen lateinischen Spruch in Majuskeln (Grossbuchstaben): SUM SINE VOCE TAMEN - PRECOR EXAUDI DEUS AM: "Ich bin ohne Stimme, dennoch bitte ich, erhöre uns Gott."

Der Altaraufsatz von 1853 zeigt ein Gemälde (Christus mit Kelch und Brot) von Gaston Lenthe
.
Ein wertvoller Schnitzaltar aus dem 16. Jh. (Reformationszeit) war schon Ende des 19. Jh. nach Schwerin ins Großherzogliche Museum gekommen.

Die Kanzel stammt aus dem 17. Jh., in ihren Füllungen sind die vier Evangelisten zu sehen. Sie wurde durch den Einsturz und die Folgen der Witterung stark geschädigt, eine aufwendige Rekonstruktion war nötig, damit sie in der Kirche ihren alten Platz einnehmen konnte.

Von der sonstigen originalen Ausstattung der Kirche ist leider kaum mehr etwas vorhanden.